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Person

Lebt und arbeitet in Eichstätt (Bayern) und in Lissabon (Portugal)

Studium der bildenden Kunst an der Akademie Faber-Castell, Nürnberg mit Meisterklasse
Mitglied im Kunstkreis Neuburg
Gründungsmitglied „StilleStoerung“ Nürnberg
Mitglied im BBK Oberbayern Nord und Ingolstadt

AUSSTELLUNGSVERZEICHNIS | AUSWAHL

Gruppenausstellungen

2019 Chauvistrehaus-Eichstätt mit E.A. Jung

2018 JA BBK Ingolstadt

2018 Nacht der Museen BBK Ingolstadt

2018 Frankenstein 4.0 – BBK Oberbayern Nord und Ingolstadt

2017 Kunstkreis Neuburg

2017 KV Traunstein, Hl. Kreuz Kirche

2017 ReformKiosk Fürth

2017 Kunst auf der Giechburg –  Stille Stoerung

2017 Natürlich Anders – Inklusion aus der Sicht Eichstätter Künstler

2016 Im Dialog –  KV Traunstein mit John Schmitz

2016 Inklusion Offene Hilfen Neuburg

2016 Kunstkreis Neuburg

2015 KV Traunstein

2015 Kunstkreis Neuburg

2014 Kulturtage Eichstätt

2014 Kunstzone Nürnberg

2014 KV Traunstein

2014 Kunstkreis Neuburg

2014 Prozession „StilleStoerung“ Nürnberg

2013 Kulturtage Eichstätt

2013 Kunstkreis Neuburg

2012 Fazit Nürnberg

Einzelausstellungen

2018 Kulturnacht Neuburg

2016 Wallfahrtskirche Bergen

2014 Wallfahrtskirche Bergen

Doris Henle Künstlerin | © Doris Henle

TEXTE

Prof. Jörg Bachhofer, 2016

 

„Doris Henle lebt und arbeitet in Eichstätt/Bayern. Ihre Arbeiten entziehen sich weitgehend den Normen einer traditionellen Ästhetik. Gefundenes, Weggeworfenes wird aus seinem ursprünglichen Zusammenhang genommen, mit ungewöhnlichen Materialien kombiniert und so auf eine andere Bedeutungsebene gehoben.

In den Kunstkontext gebracht, verwandeln sich eigentlich banale, wertlose Fundgegenstände in auratisch geheimnisvolle Objekte, die an oft „spirituell” aufgeladene an Kultgegenstände des katholischen Volksglaubens oder an magische Objekte indigener Kulturen erinnern. Ihre haptisch reizvollen, oft morbid anmutenden Arbeiten entziehen sich einer rationellen Analyse. Sie bleiben rätselhaft und scheinen zwischen Auflösung und Neuentstehen zu oszillieren.

Mit ihren Objekten und Assemblagen knüpft sie an experimentelle innovative Kunstformen des 20. Jahrhunderts an. Künstler wie Anselm Kiefer, Jean Tinguely oder Joseph Beuys mit seinen spirituell aufgeladenen Objekten, und nicht zuletzt die Künstler der italienischen „Arte Povera” Bewegung mit ihren „armen“ Materialien stellen eine wichtige Inspirationsquelle für Henles Arbeit dar.

In ihren Objekten spürt sie den Geheimnissen nach, die unter der Oberfläche der Gegenstände verborgen sind, weckt Assoziationen und sensibilisiert die Wahrnehmung des Betrachters für die immaterielle, geistige Dimension der Dinge“.

Berchtesgadener Anzeiger vom 11.11.2016

 

Fürther Nachrichten vom 23.08.2017

 

„Doris Henles Arbeiten tragen meist keine Titel, die dem Betrachter das Verständnis erleichtern könnten. „Meine Arbeiten finden mich“ sagt Doris Henle. Es ist, als sei sie inspiriert von einer höheren Kraft. So läßt sie dem Betrachter jede Freiheit zur Inspiration. „Ihre reizvollen, oft morbid anmutenden Arbeiten entziehen sich einer rationellen Analyse. Sie bleiben versschlüsselt und scheinen zwischen Auflösung und Neuentstehen zu oszilileren“ sagte der Erste Vorsitzende des KV Traunstein, Herbert Stahl, bei der Vernissage seiner Einführungsrede“.

„Es sind Worte, die Doris Henle für ihr Projekt genutzt hat, Worte, die sie faszinieren. Der Lutherbrunnen ist Henles Auseinandersetzung mit Thesen, Psalmtexten und Legenden über Luther. Auf einer schwarzen Stele finden sich Rollen beschriebenen Papiers, das zum Teil überfließt, die Seiten hinunter. Lesen kann man nur Bruchstücke der Texte – das Wort ist da, geistige Nahrung, das sich aber nicht einfach konsumieren lässt, sondern zu anderen Formen der Rezeption einlädt.“

Eichstätter Kurier vom 08.05.2019

 

„… sechs Objekte von Doris Henle mit so rätselhaften Namen wie „Wächter“ oder „Illusion“, „Tinto“ oder „Inicio“, gefertigt aus ganz unterschiedlichen Materialien wie Textil, Latex, Wachs, Draht, Leim, ziehen die ganze Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich. Henle, die nicht nur in Eichstätt, sondern auch in Lissabon arbeitet und aus vielen Einzel- und Ausstellungen bekannt ist, hat sich neben der Malerei und Skulptur ganz der Objektkunst verschrieben: „Henle geht es darum, das Material zu erspüren, aus anfänglicher Auflösung und aus den Gegensätzen und Widersprüchen in Form und Material etwas Neues, Ästhetisches wachsen und entstehen zu lassen“, erläuterte Grund den Gästen.

Dennoch entzögen sich ihre Arbeiten oftmals den Normen einer traditionellen Ästhetik: „Banale, wertlose, da weggeworfene Fundgegenstände werden bei Henle dem ursprünglichen funktionalen und materiellen Zusammenhang entzogen und mit neuen Materialien kombiniert und erlangen damit eine neue Bedeutungsebene. “ Ihre Objekte zu erklären oder ihnen Titel zu geben, die dem Betrachter das Verständnis erleichtern könnten – das lehnt die Künstlerin daher auch vehement ab: „Der Betrachter soll die Möglichkeit haben, sich selbst Gedanken zu machen und hinter die Dinge zu blicken“, betonte sie. Bewundernd standen die Vernissage-Gäste dann auch vor dem in dem Acrylkasten ausgestellten Objekt „Inicio“, dem portugiesischen Wort für „Anfang“. Wie eine fragile Zelle oder ein zerbrechliches Ei, das aufbricht und zum Keimstock neuen Lebens wird, präsentiert sich das in Violett-Grautönen gearbeitete Objekt aus Mischtechnik. Auch die Figur „Tinto“, ein ganz in dunklem Lila gehaltenes rätselhaftes Objekt, fand regen Zuspruch.“